Fanenstock, 2234m / Elm/Glarus
Ausgangspunkt ist die Talstation der Bergbahn Nideren bei Elm (1039 m.ü.M.). Die Tour führt in ca. drei Stunden über Tüniberg, das Raminer Stäfeli, durch den Wald und dann über die Schindelegg zum Mittleren Stafel der Gamperduner Alp. Weiter geht's hinauf durch offenes Gelände auf den Gipfel des Fanenstock.
Gebiet: Östliches Sernftal / Glarus
Ausgangsort: Talstation Luftseilbahn Nideren (P. 1039m) hinter Elm
Charakter: wenig schwierige Skitour, 1200 Höhenmeter
Zeit Aufstieg: 4 Stunden
Kartenmaterial: LK 1174, LK 247S
Durchführung: 13.1.2008, Tourenleiter Meinrad Büchel
Tourenbericht von Werner Schädler
Nach Schneefall am Samstag kündigte der Wetterbericht einen sonnigen und wolkenlosen Wintertag an. Am Sonntag war dies in den frühen Morgenstunden noch nicht ersichtlich. Je näher wir jedoch dem Zigerschlitz kamen, desto besser war erkennbar, dass die Vorhersagen der Wetterfrösche tatsächlich auch zutrafen.
Unter dem lachenden Himmel und den singenden Reifen auf dem Asphalt als Begleitmusik näherten wir uns dem Heimatort von Vreni Schneider.Das Dorf Elm ist auch bekannt wegen seines Mineralwassers, der Schiefertafeln und des Martinslochs. Gleich hinter dem Bahnhof, welcher bemerkenswerterweise über keinen Bahnanschluss verfügt, zweigten wir ab und parkierten an der Talstation der Bergbahn Nideren.
Wohl ähnlich diszipliniert wie bei General Suworow ging es – zwar nicht mit 16000 Mann, jedoch immerhin mit 16 Personen – unter der Führung von Meinrad Büchel bergan durch den Gamperdunwald. Auf der Alp Mittler Stafel (1775m), an der wir eine kurze Rast einlegten, empfing uns die Morgensonne. Der weitere Weg auf den Fanenstock führte uns nun über offenes und noch nahezu unverspurtes Gelände. Nachdem der Gipfel in unser Blickfeld rückte war allerdings auch klar, dass wir nur im oberen Teil, wo die Hänge weit und offen sind, unsere Spuren in den noch jungfräulichen Schnee zeichnen konnten; denn so sehr wir uns auch beeilten, die bereits auf dem Gipfel versammelte Tourenschar würde auf jeden Fall vor uns die Abfahrt in Angriff nehmen.Da ansonsten kein Grund zur Eile geboten war, genossen wir eine ausgiebige Gipfelrast mit herrlichem Blick auf die uns umgebende Bergwelt des Vorabgletscher, Piz Segnas, Piz Sardona und Kärpf.Im Gegenlicht waren die Tschingelhoren mit dem Grossen Tschingelhorn auszumachen. Das sich links davon befindende Martinsloch war aufgrund der Distanz und des Blickwinkels leider nicht ersichtlich.
Anmerkung: Zweimal im Jahr reisen unzählige Besucher nach Elm um ein Naturschauspiel der besonderen Art zu beobachten. Für wenige Augenblicke scheint die Sonne durch das Martinsloch auf den Kirchturm von Elm, jedoch nur wenn die Nachbarn aus Flims dieses nicht mit einem Tuch verhängen – so geschehen anno 1989.
Nach dem freien Schwingen über die anfänglich weiten Hänge stellte die Waldabfahrt, zumindest für einige von uns, noch eine Herausforderung dar.Nach dem Genuss an der Sonne suchten und fanden wir denselben in der Sonne, einem urchigen und gemütlichen Gasthof in Elm. Danke an Meinrad und Eugen für die sehr umsichtig geführte und gelungene Tour.
