Ampervreilhorn, 2802m / Vals
Durchführung: 10. Februar 2008, Tourenleiter Gerhard Huber
Tourenbericht von Gerhard Huber
Am Sonntag, 10. Februar 2008, war es endlich soweit. Nach zwei vergeblichen Anläufen waren die Bedingungen für das Ampervreilerhorn in Vals endlich ideal. So trafen wir uns morgens um 8.45 Uhr im Mühleholz, wo mit dem Fahrer Andi zehn Personen starteten. In Balzers trafen wir die Gruppe mit Petra Heeb, die ihrerseits noch sieben Bekannte eingeladen hatte, die mit ihren Pkw nach Vals fuhren. Hier trafen wir bereits um 9.15 Uhr ein, sodass die Tour rechtzeitig in Angriff genommen werden konnte. Verschiedene Teilnehmer hatten schon Bedenken wegen der relativ späten Abfahrtszeit.
Vom Parkplatz in Vals-Valé weg nahmen wir den ersten Steilhang in Angriff. Auf der gut angelegten Spur erreichten wir bald den Ziehweg ins Peiltal, der uns durch den Wald bis zur Abzweigung auf 1600m führte. Nun wurde es wieder steiler. Wir hielten uns mehr von der üblichen Route rechts und gelangten so auf die Alpe Selva auf 1960m. Dort wurde die erste Rast eingelegt. Andi und Waltraud blieben bei der Alpe zurück.
Nach der Rast ging es weiter bis auf eine Höhe von 2400m, von dort relativ flach (dafür aber lang) unter den Gipfelhang auf 2500m. Hier stärkten wir uns nochmals und warteten auf die Nachzügler. Eine Teilnehmerin war mit Schneeschuhen und Snowboard gestartet und kehrte ebenfalls um. Der Gipfelhang war auf einer angenehmen Spur gut zu bewältigen und so erreichten wir um etwa 13.30 Uhr, also nach vier Stunden, den Gipfel – eine halbe Stunde früher als geplant.
Vom Gipfel hatten wir eine herrliche Rundsicht bis zum Bianco-Grat und natürlich auf die Bergwelt im Bündner Oberland. Interessant war die Beobachtung, dass der ganz in der Nähe liegende Gipfel des Fanellhornes komplett abgeweht war und wenig Schnee aufwies.
Nach einer ausgiebigen Rast traten wir die Abfahrt an. Der Gipfelhang war sehr gut zu befahren, das flachere Stück im Pulver noch besser. Dann folgten die breiten, steileren Hänge hinunter zur Selva Alpe. Jeder Teilnehmer konnte seine Spur im unberührten Schnee geniessen. Ab der Selva Alpe wurde der Schnee schon kritischer, der Ziehweg bot kein Problem. Am Ende genossen wir noch den Schlusshang hinunter nach Vals. Nur Antonio hatte soviel Schwung, dass er auf dem Ziehweg blieb und dann über den Rodelweg wieder zum Bus kam. Am Dorfplatz genossen wir das Abschlussbier und traten die Heimfahrt an.
Alle Teilnehmer waren froh, diesen doch interessanten Berg bei schönem Wetter und guten Schneeverhältnissen „erobert“ zu haben, umso mehr als es für die meisten Teilnehmer eine neue Tour war.