Skitouren für Einsteiger Sa 17.1. und So 18.1.26
Bereits zum zehnten Mal habe ich dieses Einsteiger-Wochenende angeboten. Meist läuft es nach dem gleichen Schema ab. Und dennoch ist es immer wieder anders. Von fast keinem Schnee bis sehr viel Schnee.
Aber heuer gab es sozusagen gar keinen Schnee. Jedenfalls dort, wo ich die Touren geplant hatte. Neue Routen mussten gefunden werden. Inspiriert durch die Ersatztour auf den San Bernardino- Pass, entschied ich mich, in Anlehnung an eine Genuss- Tour, ab dem Dorf Splügen zum Splügenpass hinauf zu gehen.
Eine praktische Alternative. Technische Schwierigkeiten musste ich fast suchen. Den Schnee auch. Die Routenwahl war ein wenig tricky, um zwischen den Schneeflächen die Durchgänge zu finden. Aber wir haben es geschafft. Hinauf und hinunter.
Geplant war ein Besuch im Albergo Posta in Montespluga. War leider geschlossen. So
entschieden wir uns bei der Abfahrt, zum Bergrestaurant Tanatzhöhe hinaufzugehen – ab dem Sessellift Böda, der wegen Schneemangel ausser Betrieb war. Wir konnten die nicht präparierte Piste, bequem aufsteigen. Oben auf der Tanatzhöhe gibt es ein Bergrestaurant. Ideal zum Einkehren.
Der Einkehrschwung gestaltete sich leider umständlich. Es musste via QR-Code bestellt und bezahlt werden. Eine Sekunde, bevor die Bestellung abgeschickt werden konnte, fiel das System aus. Was nun? Hin zum Buffet und das Ganze nochmals von Anfang an. Mich überzeugte es nicht.
Dafür konnten wir nun die gute Piste hinunter nach Splügen abfahren.
Nun noch ein kurzer Transfer nach Ausserferrera, zu unserer Unterkunft Generoso und Edelweiss. Bei kurzweiligen Gesprächen verging die Zeit am Abend rasch.
Für Sonntag plante ich den Bödagrat ab Juppa. Juppa, ein Weiler vor Juf. Im Talboden und aus der Ferne sah alles schön schneebedeckt aus. Aber aus der Nähe…. Eine knappe Stunde gingen wir flach ins Bergalgatal hinein. Nach dem ersten Tobel mussten wir den Osthang hinauf. Aber wie? Von unten sah man auf ca. 100 Hm keine Möglichkeit, auf den Ski hochzukommen. Ski tragen? Nein, probieren! Mehr oder weniger konnte man auf dem Trasse des knapp schneebedeckten Sommerweges aufsteigen. Wunderbar. Die Sonne schien ebenfalls vom Himmel herab.
Dennoch, der Grat war wolkenverhangen und ein sehr frischer Wind blies. So machten wir etwa 100 Hm unterhalb des Grates die Umkehr. Abfellen und westwärts ausholend konnten wir über schneebedeckte Hänge abfahren. Immer schön vorsichtig, eher tastend, um ja keine weitere Kerbe im Skibelag zu ziehen. Ich denke, das ist uns recht gut gelungen.
So schön es im Averstal ist, wir mussten heim. Vor dem Isla Bella- Tunnel war kein Stau. Dieser fing uns dann vor Landquart ein. Ich hoffte, dass sich der Stau nach Landquart auflösen würde. Dem war leider nicht so. So verliess ich die Autobahn bei Maienfeld und fuhr via Luzisteig nach Vaduz. Wir sind ja spontane Routen und Touranpassungen gewohnt.
Vielen Dank den grosszügigen und fröhlichen Teilnehmenden. Ich bin sicher, es gibt eine elfte Ausgabe für jene, die mit Skitouren beginnen möchten.
Peter Frick