Pfälzerhütte

Kontakt

  • Hüttenwirtin: Elfriede Beck
  • Telefon Pfälzerhütte: +423 263 36 79
  • Telefon ausserhalb der Saison: +423 262 24 59
  • E-Mail: -  Reservationen nur von November bis Mai via E-Mail möglich - restliche Monate bitte per Tel. (s. oben)

Öffnungszeiten und Bewirtung

Die Pfälzerhütte ist von ca. Mitte Juni bis ca. Mitte/Ende Oktober durchgehend geöffnet und bewirtet. Während den Wintermonaten ist die Hütte geschlossen. Im Winter ist die angrenzende Schutzhütte «Adler» geöffnet. Ausgestattet mit Holzofen, Kochherd und 4 Schlafplätzen. Keine Bewirtung. Es steht kein Notfalltelefon zur Verfügung.

Bitte nehmen Sie Reservationen und Anfragen während der Öffnungszeit der Pfälzerhütte (Juni - Okt.) telefonisch vor - die Pfälzerhütte ist online nicht erreichbar.


Angebote

Die gemütliche Gaststube bietet 50 Plätze. Die Küche bietet durchgehend kalte und warme Speisen. Auf der Aussichtsterrasse lässt es sich herrlich verweilen. Es stehen 11 Betten, 51 Lager und weitere 20 Notlager im Nebengebäude sowie ein Gruppenraum für 20 - 25 Personen zur Verfügung.

Preise CHF

Mitglieder Matratzen 15.00
Übernachtung Nichtmitglieder 22.00
Mitglieder Betten 21.00
Nichtmitglieder Betten 30.00
Kinder bis 12 Jahre 7.00
Jugendliche 12-16 Jahre 10.00
kleines Frühstück 12.00
grosses Frühstück 15.50
Halbpension Mitglieder Matratzen 55.00
Halbpension Nichtmitglieder Matratzen 62.00
Halbpension Mitglieder Betten 61.00
Halbpension Nichtmitglieder Betten 70.00
Halbpension Kinder bis 12 Jahre Matratzen 30.00
Halbpension Jugendliche 12-16 Jahre Matratzen 42.00
Winterraum 20.00

Wir bieten Halbpension mit einem dreigängigen Menu an. Den Übernachtungsgästen wird empfohlen, sich vorab telefonisch (s. Kontakt) bei der Hüttenwirtin anzumelden. Die Währung ist der Schweizer Franken (CHF). Euros werden auch akzeptiert. Mitglieder werden gebeten, einen gültigen Alpenvereins-Mitgliederausweis (Gegenrecht) vorzuweisen.

Lage

Die Pfälzerhütte (2108 m) liegt auf dem Bettlerjoch nördlich des Naafkopfs an der Grenze zu Österreich und der Schweiz auf liechtensteinischem Boden. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für den Naafkopf (2571 m) sowie zum Liechtensteiner Weg, über welchen der Brandner Ferner, die Mannheimer Hütte (2.679 m) und die Schesaplana (2965 m) erreicht werden kann. Oberhalb der Hütte, am Weg zum Naafkopf, gibt es einen kleinen Klettergarten mit Routen vom 4. bis 7. Schwierigkeitsgrad. Kletterausrüstung kann nicht gemietet werden.

Koordinaten: 765 160 / 215 650


Zugänge

Malbun - Augstenberg

Die Route führt vom Malbun (1600 m) auf die Sareiserhöhi (2000 m), weiter über den Fürstin-Gina-Weg zum Augstenberg (2359 m) und hinunter zur Pfälzerhütte auf dem Bettlerjoch (2108 m). Der Weg auf die Sareiserhöhi kann mit der Sesselbahn Sareis abgekürzt werden. Gehzeit ca. 3 Stunden.

Malbun - Vaduzer Täli

Etwas kürzer und mit weniger zu überwindenden Höhenmetern für der Weg vom Malbun (1600 m) durchs Vaduzer Täli auf die Tälihöhi (2056 m), hinunter zur Alpe Gritsch (1940 m) und weiter zur Pfälzerhütte (2108 m). Die Gehzeit beträgt ca. 2 Stunden.

Steg - Valüna

Vom Steg (1300 m) geht es angenehm dem Bergbach entlang durchs Valünatal zur Alpe Valüna. Dort zweigt der steile Rettaweg zur Alpe Gritsch ab. Man kann auch der Alpwirtschaftsstrasse folgen, die ebenfalls nach Gritsch führt. Von Gritsch geht es dann weiter zur Pfälzerhütte. Im Gebiet Valüna Obersäss zweigt auf ca. 1650 m ein Fussweg ab, der durch's Naaftal auf das Bettlerjoch führt. Je nach gewählter Route dauert der Anstieg 2 - 3 Stunden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Alpengebiet ist von Vaduz aus über Triesenberg und Steg bis Malbun gut mit dem Postauto erreichbar. Der Online-Fahrplan gibt Ihnen Auskunft.

Tourenvorschläge:

  • Pfälzerhütte - Liechtensteiner Weg - Schesaplana - Totalp-Lünersee (A). Gehzeit ca. 7 Stunden
  • Pfälzerhütte - Naafkopf - Pfälzerhütte. Gehzeit ca. 2 Stunden
  • Pfälzerhütte - Augstenberg - Furstin Gina Weg - Nenzinger Himmel. Gehzeit ca. 4 Stunden
  • kleiner Klettergarten

Geschichte Pfälzerhütte

Nach dem Zusammenschluss von neun Sektionen des Deutschen- und Oesterreichischen Alpenvereins zum Verband der Pfälzischen Sektionen nahmen diese Verhandlungen mit der Alpgenossenschaft Gritsch auf, die mit einem Schenkungsvertrag über 500 Klafter auf dem Bettlerjoch endeten. Architekt Ernst Sommerlad gewann den Wettbewerb und wurde mit der Ausführung und Bauleitung betraut. Nach einer Bauzeit von 113 Tagen und Baukosten über 93.000.-- Franken erfolgte am 5. August 1928 die Einweihung und Eröffnung der Hütte, die fortan zu Ehren der Pfälzischen Sektionen den Namen Pfälzerhütte trägt. Nach nur 11 Jahren wurden mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges alle Hoffnungen, die mit der Hütte verbunden waren, zunichte gemacht. Die seit 1939 nie mehr bewohnte, zum wiederholten Male aufgebrochene und ausgeplünderte Hütte war in einem trostlosen Zustand, als 1946 die Regierung des Fürstentum Liechtenstein den LAV (immer noch Sektion des Deutschen-und Österreichischen Alpenvereins) ersuchte, die Pfälzerhütte treuhänderisch zu übernehmen. Der wiederum gelangte mit dieser Aufforderung an die Schweizerische Verrechnungsstelle in Zürich, weil gemäss Bundesratsbeschluss von 1945 sämtliche deutsche Vermögenswerte in der Schweiz und Liechtenstein (Schweiz. Zollgebiet) beschlagnahmt, resp. gesperrt waren. Auf Grund der Gesetzesbestimmungen verfügte 1948 die Schweizerische Verrechnungsstelle die vorzeitige Umwandlung des Objekts durch Veräusserung in ein Bankguthaben. Nachdem 1952 ein neuer Vertrag, das sog. Washingtoner Abkommen ersetzte, wurde dieser Vertrag auch vom Landtag ratifiziert. Dieser Vertrag enthielt den wichtigen Passus, dass Deutschland sowohl für sich, als auch für die betroffenen Staatsbürger ausdrücklich darauf verzichte, auf irgendeine vorgenommene Verwertung eines deutschen Eigentums zurückzukommen. Mit der entsprechenden Verzichtserklärung für Ansprüche aus allen bis dahin getätigten Auslandsverkäufen wurde auch der Verkauf der Pfälzerhütte rechtskräftig. Der Verkaufsvertrag vom 28.April 1950 zwischen dem Verband, vertreten durch die Schweiz. Verrechnungsstelle in Zürich und dem LAV sah eine Zahlung von insgesamt 8.000.-- Franken vor. Nach der Sanierung durch den LAV erfolgte 1950 die Wiedereröffnung. Nach einiger Zeit - mit Distanz zu den Geschehnissen im Zusammenhang mit dem unseligen Krieg - wurde am 12.9.1963 eine neue Vereinbarung mit dem Verband der Pfälzischen Sektionen geschlossen, beinhaltend u.a. ein Vorkaufsrecht und die Beibehaltung des Namens Pfälzerhütte. Allerdings wurde 1980 der Verband der Pfälzer Sektionen ohne Not aufgelöst. Die letzten Jahrzehnte waren von grossen Bauvorhaben in und um die Hütte geprägt. 2003 wurde das 75-jährige Jubiläum würdig gefeiert.
Text Walter Seger – 15.01.2014