Details
Tag 1: Vom Parkplatz Laui (1072 m) geht es über die Alp Thurwis, wo sich die ganze Schönheit der Säntis-Südseite öffnet, weiter zum Berggasthaus Schafboden (1729 m) und über einen Zickzack-Bergwanderweg hinauf zum Chalbersäntis (2378 m). Dort lädt ein wunderschönes Plateau zur Rast ein – mit freiem Blick auf den Gipfel und das Berggasthaus Alter Säntis, wo wir die Nacht verbringen.
Tag 2: Vom Säntisgipfel (2502 m) mit seinem weitreichenden Panorama über die gesamte Ostschweiz geht es über die Himmelsleiter, vorbei an der Blauschneelücke und durch die für den Alpstein typische Karstlandschaft mit Trichtern und Spalten hinunter zum Berggasthaus Tierwis (2084 m) – und schliesslich zurück zum Parkplatz Laui.
Angaben zur Wanderung:
- Bergwanderung; SAC Wanderskala T3: 4 ¼ h | Hm+ 1425 m | Hm- 40 m | 7,5 km | Hinweg
- Bergwanderung; SAC Wanderskala T3: 3 ½ h | Hm+ 120 m | Hm- 1500 m | 8,5 km | Rückweg
- Schwindelfreiheit, Trittsicherheit
- höchster Punkt: 2502 m.ü.M. (Säntis)
- Treffpunkt: 09:00 Uhr Parkplatz Laui (Wildhaus / Unterwasser)
- Ende der Wanderung: Parkplatz Laui (Wildhaus / Unterwasser)
- Fahrgemeinschaft zum Ausgangspunkt der Wanderung ist im Voraus zu koordinieren.
Ausrüstung:
- Tourenausrüstung für jedes Wetter
- Bergwanderausrüstung: gutes Schuhwerk mit Profilsohlen
- Verpflegung aus dem Rucksack (Einkehrmöglichkeit)
- Was für eine Hotelübernachtung benötigt wird (Mehrbettzimmer)
Kosten:
- Fahrkostenbeteiligung (gemäss LAV Reglement); die Wanderung ist kostenfrei
- HP Hotelübernachtung (Mehrbettzimmer) CHF 66.00 CHF pro Nacht / pro Person (inkl. Frühstück), zzgl. Kurtaxen
- Versicherung ist Sache der Teilnehmenden, REGA-Gönnermitgliedschaft empfohlen
Leistungen:
- Führung durch ausgebildeten Wanderleiter und GeoGuide Sardona
- Informationen zu Natur und Landschaft, Geologie, etc.
Nicht inbegriffen:
- An- und Abreise
- Verpflegung und Getränke
- Anmeldung:
- bis Sa, 15. Aug. 2026
- bei Thomas Näf: E-Mail: , Tel.: +41 79 801 80 80
Durchführung:
unabhängig von der Teilnehmerzahl; Absage bei sehr ungünstiger Witterung (Änderungen möglich)
Eckdaten:
Rückblick
Tourenbericht 29.-30.08.2026, Zweitageswanderung Säntis
Tag 1: Laui – Schafboden – Chalbersäntis – Berggasthaus Alter Säntis
Die Zweitageswanderung auf den Säntis war ursprünglich für zwei Teilnehmerinnen geplant. Eine von ihnen meldete sich am Samstagmorgen kurzfristig krankheitshalber ab, weshalb die Tour als Einzelwanderung mit einer Teilnehmerin durchgeführt wurde. Die reduzierte Gruppe änderte nichts an der Qualität des Erlebnisses – der Berg wartete mit all seiner Fülle.
Vom Parkplatz Laui (1072 m) folgte der Weg dem Alpweg hinauf zur Alp Thurwis. Mit dem sich öffnenden Gelände entfaltete sich die ganze Schönheit der Säntis-Südseite – ein stiller, eindrucksvoller Auftakt.
Weiter ging es zum Berggasthaus Schafboden (1729 m), wo ein engagierter Hüttenwart mit einer ausgezeichneten Küche empfängt. Die obligate Rast liess sich hier besonders gut geniessen.
Vor dem Aufstieg über den Zickzack-Bergwanderweg zum Chalbersäntis (2378m) präsentierten sich zwei grosse Steinböcke in aller Ruhe – sie liessen sich Zeit und posierten, als wüssten sie um die Wirkung ihres Auftritts. Eine unvergessliche Begegnung in der Wildnis des Alpsteins. Der Chalbersäntis, ein Plateau, das zu einer ausgiebigen Rast einlud. Frei vor Augen: der Säntis und das Berggasthaus Alter Säntis, das Tagesziel.
Der letzte Anstieg des Tages führte auf teils in den Fels gehauenem Weg, gesichert mit Eisen und Stahlseilen, hinauf zum Berggasthaus Alter Säntis. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier Voraussetzung. Dort erwartete die Wanderin das Berggasthaus – Unterkunft und Aussichtspunkt zugleich, mit weitem Blick über die gesamte Ostschweiz.
Nach einer Pause Im Berggasthaus und der Besichtigung des Säntis zeigte sich ein Alpenschneehuhn im Herbstkleid: Das Gefieder bereits im Übergang zum winterlichen Weiss, ein seltener Anblick.
Tag 2: Säntis – Himmelsleiter – Tierwis – Laui
Am Sonntagmorgen – nach einer Nacht auf dem Dach des Alpsteins – führte der Weg zur bekannten Himmelsleiter. Vorbei an der Blauschneelücke und über den Girensattel setzte sich der Abstieg zum Berggasthaus Tierwis (2084 m) fort. Der Weg durchquert die für den Alpstein typische Karstlandschaft – Trichter, Spalten, bizarr gefurchte Flächen, geformt durch das Zusammenspiel von Kalkstein und Wasser über Jahrtausende. Beim Abstieg über Chlinge zur Alp Thurwis wartete ein weiteres Highlight: eine beeindruckende Karrenmulde am Fuss des Hundsteins, die dem Alpstein seinen unverwechselbaren, fast mondlandschaftlichen Charakter verleiht.
Von der Alp Thurwis folgte der Rückweg auf der Route des Vortages hinunter zum Parkplatz Laui. Zwei Tage, zwei Gipfel, zwei Begegnungen mit der Tierwelt – eine Zweitageswanderung, die in ihrer Dichte und Schönheit kaum zu überbieten ist.
Thomas Näf