Details
AUSGEBUCHT!
- mit 2 Übernachtungen in der Britanniahütte 3030 m
- Ausgangspunkt: mit LAV-Bus ab Schaan
- Route:
1. Tag: Anfahrt und Hüttenzustieg: Fahrt nach Sass-Grund und Aufstieg zur Britanniahütte, ca. 4 Std. und 950 Hm Aufstieg
2. Tag: Gipfeltag: ca. 6 Std. und 950 Hm Aufstieg bis zum Gipfel, Abstieg auf der Aufstiegsroute ca. 3 Std.
3. Tag: Abstieg ins Tal und Rückfahrt - Anforderung: gute Kondition, trittsicher, schwindelfrei
- Ausrüstung: Hochtourenausrüstung: Steigeisen, Pickel, Gurt, etc.
- Schwierigkeit: einfache Hochtour WS, Klettern I
- Höhendifferenz: Aufstieg ca. 950/1400 Hm, Abstieg ca. 1400/950 Hm
- Max. Anzahl Teilnehmer: 10 Personen
Anmeldung und Auskunft bis 10. Juli bei Arnold Frick unter oder +423 792 33 32.
Eckdaten:
Rückblick
Tourenbericht 27.-29. August 2026 Strahlhorn
Am Freitagmorgen 9 Uhr, 28. August 2026, trafen sich 10 Berggänger in Schaan/Balzers und fuhren im Vereinsbus via Oberalp- und Furkapass ins Wallis nach Saas-Fee. Dort erfolgte der Umstieg in die Saastal Bergbahn und nach kurzer Gondelfahrt der Ausstieg bei der Station Morenia. Ca. 4 Std. und 950 Hm Aufstieg umfasste der anschliessende Zustieg zur Britanniahütte 3030 m (eine der am meisten besuchten SAC-Hütten). Es gab nach Aprikosen-Streusel und kalten Getränken bald auch einmal das Abendessen, und zwar ein überdurchschnittlich gutes (Cremesuppe, Salat, Eringer-Rindsvoressen mit Hörnli, Muffin). Das anschliessende Höckla ging schnell in eine kurze Party über, die derart gelungen war, dass sogar der Hüttenchef Konstantin Zurbriggen mit seiner Maria und Alessia vom Team mitmachten. Es sei 12 Monate her, als sie sich das letzte Mal zu Gästen hingesetzt hätten. Neben einem Verdauer und einem Absacker präsentierten sie uns auch den Raclette-Ofen TTM, den sie auf Skitouren mitnehmen würden und der der beste überhaupt sei. Wenn das Walliser sagen, die mit Pirmin Zurbriggen verwandt sind, will das etwas heissen. Zum Abschluss kam dann noch eine Schnupfmaschine. Also wer es jetzt morgen immer noch nicht auf den Gipfel schafft…
Samstagmorgen 4 Uhr, 29. August 2026, marschierten wir blau markiert los, und dann abwärts auf den Hohlaubgletscher, den man auf etwa 2950 m betritt. Diesen querten wir in Moränengelände südwärts zum Allalingletscher. Danach folgten wir dem linken (NW) Rand dieses Gletschers bis zum Plateau auf etwa 3240 m, das wir nach SW querten. Bei ca. 3400 m führt eine Mulde nach SW an die E-Wand des Rimpfischhorns, wo die letzte unserer drei Seilschafften ein derart lautes und gruseliges Wummgeräusch vernahm, dass es im wahrsten Sinne des Wortes durch Mark und Bein ging. Wir waren danach wach. Weiter ging es über wenig steile Hänge in den Adlerpass 3785 m. Vom Adlerpass folgten wir steil zum WNW-Grat des Strahlhorns ‒ Schlüsselstelle der Tour ‒ bis zum Flachstück auf etwa 3940 m. Über den kurzen, steilen NW-Hang erreichten wir schliesslich den aus einigen Felsen bestehenden Gipfel 4190 m. Retour ging es entlang der Aufstiegsroute, und zwar eher zügig, zumal die letzte Bahn um 16:15 fuhr, welche zum Glück alle grad noch erreichten. Somit waren wir 12 Stunden unterwegs mit irgendwo zwischen 1’500 und 2’000 Hm in den Beinen von einer langen Hochtour über Gletscher mit gefährlichen, riesigen Spalten. Nach der Abfahrt in Saas-Fee stoppten wir kurz an der Vispa für eine Runde Kneippen. Einen zweiten und letzten Stopp auf der Heimreise gab es noch im Restaurant Grimsel in Obergesteln im Goms, bevor dann via Furkatunnel und Oberalppass durchgefahren wurde bis nach Balzers/Schaan.
Die LAV-Hochtour 2026 war ein Volltreffer. Es passte alles. Verhältnisse, Wetter, Hütte, Kameraden. Ein spezieller Dank gilt dem Tourenleiter Arnold Frick, der einen Viertausender in den Walliser Alpen mit fantastischer Aussicht auf Top of Switzerland, Monte Rosa, Matterhorn, Italien, ermöglichte und anschliessend alle Teilnehmer wieder sicher und mit schönster Erinnerung an ein tolles Erlebnis nach Hause fuhr. Speziell gedankt sei auch Christian Vogt und Petra Wille, die nach Arnolds 4er-Seilschaft je eine 3er-Seilschaft ebenfalls sehr sicher und stets hilfsbereit führten. Vielen Dank aber auch an alle Teilnehmer (Andy, Antonio, Balti, Daniel, Jürg, Marcel), die bei dieser schönen 2-Tages-Tour dabei waren. Hoffentlich schon bald bei anderer Gelegenheit.
Rolf Feger