Details
Die Tour startet bei der Station Gaffia (1865), welche mit Gondel- und Sesselbahnen der Pizolbahnen ab Wangs und über die Furt erreichbar ist.
Der Garmil (2003) liegt im Herzen des Pizolgebiets – einem der aussichtsreichsten Wandergebiete der Ostschweiz. Vom Gipfel schweift der Blick ungestört über das Sarganserland, das St. Galler Rheintal, Liechtenstein bis hin zum Bodensee.
Die Tour führt mitten durch die UNESCO Tektonikarena Sardona: Informationstafeln am Wegrand machen die faszinierende Geologie hautnah erlebbar. Anfang Sommer zeigen sich Flora und Fauna von ihrer schönsten Seite. Der Garmil ist Teil des Gipfelquartetts am Pizol – gemeinsam mit Gamidauerspitz, Hochwart und Pizol. Jede Etappe ist für sich begehbar oder lässt sich frei mit den anderen kombinieren.Die Furt (1506) ist der Endpunkt der Wanderung.
Angaben zur Wanderung:
- Bergwanderung; SAC Wanderskala T3: 4 ½ h | Hm+ 530 m | Hm- 880 m | 9 km |
- höchster Punkt: 2010 m.ü.M. (Basürla)
- Treffpunkt: 08:15 Uhr Bushaltestelle Wangs Pizolbahn
- Ende der Wanderung: 15:00 Uhr Furt (Einkehrmöglichkeit)
- Fahrgemeinschaft möglich, auf Anfrage
Ausrüstung:
- Tourenausrüstung für jedes Wetter
- Bergwanderausrüstung: gutes Schuhwerk mit Profilsohlen
- Verpflegung aus dem Rucksack (keine Einkehrmöglichkeit)
Kosten:
- Bergbahn (Halbtax/GA nicht vergessen)
- Fahrkostenbeteiligung; die Wanderung ist kostenfrei
- Versicherung ist Sache der Teilnehmenden, REGA-Gönnermitgliedschaft empfohlen
Leistungen:
- Führung durch ausgebildeten Wanderleiter und GeoGuide Sardona
- Informationen zu Natur und Landschaft, Geologie, etc.
Nicht inbegriffen:
- ÖV Billett
- An- und Abreise,
- Verpflegung und Getränke
Anmeldung:
- bis Fr, 10. Jul. 2026
- bei Thomas Näf: E-Mail: , Tel.: +41 79 801 80 80
Durchführung:
unabhängig von der Teilnehmerzahl; Absage bei sehr ungünstiger Witterung (Änderungen möglich)
Eckdaten:
Rückblick
Garmil 2003m
Datum: 12. Juli 2026
Gebiet: Pizolgebiet, Kanton St. Gallen
Distanz: 11 km; Gehzeit: ca. 5 Stunden (inkl. grosszügiger Mittagsrast)
Teilnehmende: 4 Personen
Route: Wangs – Gaffia – Garmil – Alp Vermii – Fürggli – Furt – Wangs
Anreise, Auffahrt und Karstlandschaft
Am Sonntagmorgen des 12. Juli 2026 trafen sich vier Wanderfreudige in Wangs. Gondel- und Sesselbahn brachten die Gruppe bequem zum Ausgangspunkt Gaffia. Dort empfing sie sogleich eine geologisch faszinierende Karstlandschaft: Schwach saures Regenwasser hat den Kalkstein über Jahrmillionen zu rau gefurchten, scharfkantigen Felsoberflächen geformt. Markante Felsformationen aus Verrucano- und Sandstein begleiteten den weiteren Aufstieg zum Garmil.
Gipfelrast und Geologie
Der Höhenweg machte seinem Namen alle Ehre: weite Rundsicht über das Rheintal bis zum Bodensee und auf zahlreiche Berggipfel beidseits der Landesgrenze. Am Gipfelkreuz des Garmil ermöglichte ein leichter Wind – wohltuend bei 35 °C im Tal – eine ausgiebige Mittagsrast. Der Standort macht Erdgeschichte unmittelbar erfahrbar: Das Helvetikum unter den Füssen (europäischer Küstenkalk), das Ostalpin der Drei Schwestern (afrikanisches Urmeer) im Nordosten, der Falknis (Penninikum, einstige Tiefsee) oberhalb von Fläsch – drei tektonische Einheiten in einem einzigen Panoramablick.
Abstieg und Fazit
Ab dem Garmil hatte die Gruppe den Weg – über Alp Vermii und Fürggli bis zur Furt – ganz für sich allein. Stille Alpweiden, Wald und ein weiter Ausblick am Fürggli rundeten den Tag stimmungsvoll ab. 11 km, rund 5 Stunden – eine vielschichtige und rundum gelungene Tageswanderung im Pizolgebiet.
Thomas Näf