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Rückblick
Klettersteige Eggstöcke Braunwald 20.9.2026
Anscheinend geniessen Klettersteige eine grosse Beliebtheit. So viele Anmeldungen hatte ich schon längere Zeit nicht mehr. Die letzte kam noch am Vortag herein. Für diesen KS war dies jedoch gut vertretbar. Es steigt ohnehin jede Person für sich am Klettersteig.
Wir trafen uns zeitig in Vaduz. Die Fahrt nach Linthal dauert über eine Stunde. Ich hatte im Plan, mit den ersten Bahnfahrten hinauf nach Braunwald und weiter mit der Sesselbahn Richtung Gumen zu gelangen. So hat man die längste Zeitspanne zur Verfügung. Denn am KS die Teilnehmenden zu hetzen, ist so eine Sache … suboptimal. Wir hatten genügend Zeit und konnten unser eigenes Tempo gehen.
Beim Leiteregg, dem ersten Abschnitt des dreiteiligen KS, gibt es zwei Varianten. Einmal mit der Schwierigkeit 3/C und einmal mit der Schwierigkeit 5/E. Je nach Vorliebe wählten die Teilnehmenden ihre Variante. Nach dem ersten Abschnitt sammelten wir uns schritten zum zweiten Teil. Hier gab es nur die Variante KS 3/C. Luftig und abwechslungsreich war dieser Abschnitt allemal. In der zweiten Hälfte dieses Abschnitts befindet sich eine Hängebrücke. Ein neues Gefühl, wenn die Brücke unter den eigenen Schritten leicht schwingt.
Nun wurde das Gelände bis zum dritten Abschnitt über den breiten Rücken einfacher. Vorbei an einer Biwakschachtel, etwas absteigend zum Einstieg. Hier bietet sich die Möglichkeit, direkt zum Wanderweg gesichert abzusteigen. Eine solche Ausstiegsmöglichkeit befindet sich ebenfalls nach dem ersten Abschnitt. Bei aufkommender Gewittergefahr ist es sehr empfehlenswert, solche Fluchtwege zu nutzen.
Der dritte Abschnitt verlangt nochmals alles von den Leuten. Schwierigkeitsgrad 5/E ist angesagt. Viel Kraft in den Armen und Flex im Körper sind nötig. Ebenso eine gute Taktik, um in den gefühlten Überhängen die Sicherungkarabiner kraftsparend umzuklinken. Eher kurz, dafür knackig ist dieser dritte Abschnitt. Hier noch mehr als bei den vorherigen Abschnitten fühlt man nach der Durchsteigung das entspannende Gefühl, eine Schwierigkeit gemeistert zu haben.
Respekt gebührt auch jenen, die sich den dritten Abschnitt nicht zutrauen oder nach den ersten Kletterzügen erkennen, dass es zu kräfteraubend wird. Überforderung in einem Klettersteig lässt sich meist nur mit Luftrettung lösen. Eine gute Selbsteinschätzung ist immer nötig und wichtig und stärkt das Selbstvertrauen.
Egal, welche Variante gewählt wurde – Edelweiss gab es bei beiden Abstiegen zu sehen. Im Herbst stehen diese zwar nicht mehr in voller Blüte, sind aber dennoch ein schöner Anblick.
Nach einer kurzen Gehzeit fanden wir uns alle beim Restaurant Gumen wieder. Trotz Hektik und Durcheinander (es waren zu viele Gäste und zu wenig Personal) konnten wir erfrischende Getränke, Kaffee und Kuchen geniessen.
Kurzweilig war es allemal. Wir hatten genug uns zu erzählen und Sprüche zu klopfen.
Nun standen uns nur noch die gemütlichen Talfahrten mit der Sessel- und Standseilbahn bevor. Die Heimfahrt im LAV- Bus verlief zügig und staufrei.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden für eure gute Laune, Grosszügigkeit und gegenseitige Unterstützung.
Peter Frick